2.000 km für 3 Punkte

Englische Woche, da schlägt doch das Fussballherz hörbar höher. Zwei von den drei Spielen habe ich mir mit Begleitung live, vor Ort und in Farbe angeschaut.

Mittwoch, 11.04.2012
Um 6:30 Uhr habe ich den Tiger zum ersten mal in den Tank springen lassen und mich auf den Weg nach Hoffenheim/ Sinsheim oder kurz um: ins Ländle gemacht.
Da es ja bekanntlicher Weise beim HSV aktuell ( ich sehe das mal optimistisch) nicht so läuft, habe ich einen kurzen Zwischenstopp in Leipzig gemacht und ca. 80 Kilo sächsische HSV-Unterstützung ins Auto geladen.
Nach dem Motto: “ Eine Raute, eine Raute, eine Raute tragen wir! Auf dem Trikot, in dem Herzen, HSV wir steh´n zu dir! Wir geh´n voran, als euer zwölfter Mann! Durch Regen und Wind, durch Sturm und Schnee, HSV olé!! olé olé olé olé super Hamburg olé super hamburg olé super hamburg olé!!!“ ging es auf die A9 und ab in den Westen.
Die Vorzeichen auf der Fahrt, ein LKW mit Raute-Schild, haben mich tatsächlich glauben lassen, dass der HSV das Spiel gegen 18,99 gewinnt. Naja auf Vorzeichen gebe ich nun nichts mehr!!! Weil wir natürlich ganz tapfere HSV- Fans sind, haben wir uns das Weltdorf Hoffenheim angeschaut. Nettes Vereinsheim und schön beschaulich. Mehr haben wir nicht gesehen bzw. gab es nicht zu sehen.
Gegen 18:00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg ins Stadion gemacht. Und 20:00 Uhr ging auch schon das Spiel los.
Nach den ersten drei Minuten waren wir positiv gestimmt, dass da doch was geht. Doch dann, bäääm, das 1:0 für Hoffenheim. Und dann das 2:0 und das 3:0 und das 4:0.
Die Mannschaftsleistung des HSV war noch unterirdischer als man das bisher gewohnt war. Zumindestens sah es so im Stadion aus.
Aber das furchtbarste an diesem Abend war, dass das ganze Drama in einem rauchfreien Stadion statt fand, es nur alkoholfreies Bier gab und die Pommes haben auch nicht geschmeckt ;). Bleib bei deinen Spätzle, Badenser!!
Nach dem Spiel haben wir uns noch vor dem Stadion mit alten Bekannten auf ein Bierchen mit Promille getroffen. Wenigstens ein schönes Erlebnis fern der Heimat.
Und noch ein paar funfacts:
Da die 18,99 Fans anscheinend nicht ganz Textsicher bei ihren drei Vereinsliedern sind, wird bei allen der Text karaokemäßig auf den Leinwänden angezeigt.
Es gibt ein Döner Kebab-Haus in Hoffenheim. Soll wohl das beste im ganzen Dorf sein …. Liegt wahrscheinlich daran, dass es nur das eine gibt.
Es gibt einen 18,99 Fanclub der „Kellerfreunde“ heißt.

Samstag, 14.04.2012
Abfahrt: 8:30 Uhr.
Mitreisende: hsv61, Sete
Erwartungen: NULL (jedenfalls bei mir)

Die Fahrt lief super. Sonnenschein und ein leere Autobahn, nicht wie auf den Weg ins Ländle mit Regen und Stau. Angekommen im Hamburg haben wir unser Nachtquartier bei Rothose79 bezogen. Nach kurzer Verschnaufpause haben wir uns auf den Weg Richtung Stadion gemacht. Traditionell haben wir uns bei ISS GUT gestärkt und nur derHSV empfangen. Zusammen haben wir einige Motivationsmaßnahmen für die Mannschaft ausgearbeitet … hat anscheint gewirkt. Bitte ab sofort immer so, Herr Fink.
Dann ging es auch auf zur Arena. Kurz noch mal beim Volksparkett vorbei geschaut und danach haben wir auch schon unsere Sitzplätze bzw. Stehplätze ein genommen und uns mental auf die riesige Choreo vorbereitet.
Das Spiel ist schnell beschrieben: Gut gespielt und verdient gewonnen, leider jedoch mit zu wenig Toren. Im Anschluss haben wir natürlich den Heimsieg gebührend gefeiert und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Fazit der Englischen Woche: ein unentschieden, eine Auswärtspleite und ein Heimsieg

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