Einmal „Hölle“ und zurück

20130116-082158.jpgEinige waren schon um 10:00 Uhr des Vorabends da. Als ich um 3:20 am Samstagmorgen im Dubliners anlandete, waren alle pünktlich an Bord. Hut ab. Mit Vorfreude warteten wir auf den Bus. Der kam aber nicht. Als dann Tourleiter Durnik keine konkreten Nachrichten übermitteln konnte, nährten sich die ersten Bedenken. Spuren von Sarkasmus mischten sich in die Spekulationen über alternative Verkehrsmittel. U. hatte den konkretesten Pan B. Der Bus hatte schlicht einen falschen Abfahrtsort und ein falsche Abfahrtszeit übermittelt bekommen. Viel schlechter geht es eigentlich nicht – jedoch konnten wir froh sein, dass der falsche Abfahrtsort noch innerhalb Berlins und der falsche Abfahrtzeitpunkt 45 Minuten Dauer nicht überschritt.

Um 4:30 ging es los. Die Fahrer kannten sich auch noch schlecht in Berlin aus. Obwohl der Bus aus dem nördlichen Brandenburg kam. Im weiteren Verlauf fuhren uns die Fahrer aber sicher nach Kaiserslautern und zurück.

Die Fläminger mussten in Linthe 1.Std. auf uns warten und die Nordsachsen in Delitzsch 1 Std. 15 min. Die Letzteren hatten es am schwersten, denn Sie hatten keine Wärmehalle und mussten bei strengem morgendlichen Frost verharren.

Das Alles tat der guten Laune keinen Abbruch. Alle waren in gute Stimmung. Je weiter hinten im Bus, desto lauter – und analog dazu knallten häufiger Kronkorken.

Auf unserem Stopp an der A4 in der Nähe Erfurts wurde das Banner ausgebreitet

Weiter ging’s, das gesamte HSV-Repertoire dabei gesangstechnisch durchgenudelt. Und die Songs von Lotto, Abschlach und Co. Haben wir mindestens dreimal gehört. Die Fahrt ist ja auch lang, bis in die Pfalz und der Bus fuhr gefühlt ungefähr 75 km/h. Neben Gesang hat sich FSB-seitig keiner mit mehr oder weniger witzreichen Wortbeiträgen zurückgehalten. Das einzige Thema was diametral kontrovers diskutiert wurde, war die Form unserer 1. Mannschaft. Ich muss das hier nicht näher ausführen, alle Meinungen in jede Richtung, die man sich vorstellen kann, wurden vertreten ……. Toooooor ……. Sorry, gerade schießt Leverkusen das 0:1 in Bremen, ….. diese kurze Anmerkung muss erlaubt sein. ……… Hoffnung und auch die Erwartung auf Sieg, die man an dem gemeinschaftlichen Tippspiel ablesen konnte, war jedoch weit verbreitet.

So zuckelten wir dann über die Ex-Grenze, Kirchheimer Dreieck, Main, Rhein, an Mainz vorbei bis nach Kaiserslautern, das Stadion war endlich auch in Sichtweite. Und man musste den Betzenberg ansteigen. Für mich und die meisten anderen als Premiere. Wir begrüßten Kurt von der RGF. Das Stadion ist doch etwas verbaut. Man kann von unserem Sitzrang weiter oben die gegenüberliegende Tribüne nur zu einem kleinen Teil sehen.

Das Feld ist allerdings einsehbar. Es bot sich uns ein leidiges Bild voll lehmhaltigen Bodens mit wenig Rasen. Richtig technisch guter Fußball ist hier unmöglich zu spielen – ein Nachteil für uns. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, bis Joris einen sicheren Ball gleich per Kopf und per Fuß zweimal verspielte und der Gegner sich freistehend mit dem 1:0 dafür bedankte. Der Einzige der nach Meinung des Autors richtig kämpfte war Guerrero – ansonsten bleibt dem Kommentar von „El Butre“ frei nach dem argentinischen Nationalstürmer mit dem Begriff Geier in seinem Namen, Quiz an die die nicht mit waren , wer da gemeint ist?, …. Also „El Butre“ meinte, wir hätten die glanzvollste erste Halbzeit seit 30 Jahren gesehen, in der unsere jungen Spieler wie junge Pferde rannten, und Flanken geschlagen wurden, die mit Ihrer Härte und Präzision nicht nur unserer Mitspieler überraschten sondern mit solcher Kraft gespielt wurden, dass Sie über das Stadiondach hinaus den direkten Weg auf das Grab des verehrten Nationalmannschaftsehrenspielführers Fritz Walter fanden. …. Stuttgart hat auch gerade gewonnen höre ich gerade, enorm …..

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